Bericht über die Jahresfahrt Schwarzwald/Elsass vom 23. - 29.07.2022

Samstag, 23.07.              

Bei strahlendem Sonnenschein liefen nach und nach die zunächst 22 der insgesamt 26 Teilnehmer der „Morgan Summer Challenge 2022“ in der von uns gewählten Unterkunft, dem Hotel „Schloss Reinach“ in Munzingen nahe Freiburg ein. Die Moggies konnten exklusiv auf dem Platz vor dem Tor zum schmucken Hotelgelände geparkt werden. Nachdem wir uns teilweise auch unter Nutzung des stattlichen Hotelpools frisch gemacht hatten, wurde an langer Tafel das Abendessen eingenommen, reichlich erzählt und das Wiedersehen gefeiert.

  

Sonntag, 24.07. 

Nach ausgiebigem Frühstück ging es pünktlich um 10°° los zur ersten Ausfahrt in den Schwarzwald. Bei wieder blauem Himmel und reichlich Sonne rollten wir zügig über kurvenreiche Straßen durch die schöne Landschaft. 

Erster Stopp war das kleine Schwarzwalddorf St. Peter, wo wohl eigens zu unseren Ehren eine in ortstypischer Tracht gekleidete Blaskapelle moderne Popsongs spielte. Nach Besichtigung der in nicht so überladenem Barockstil erbauten Klosterkirche ging´s weiter zur auch bei Motorradfahrern beliebten Hexenlochmühle mit heute noch funktionierenden Wassermühlrädern, die zwei Sägen für einen Handwerksbetrieb antreiben. Gestärkt durch  diverse schwarzwaldtypische Leckereien und reichliche Flüssigkeitszufuhr war das nächste Ziel Donaueschingen, wo nach Besichtigung der Donauquelle der Stadtbummel aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen für die meisten von uns in einer Eisdiele endete. Nach einem weiteren Stopp im Cafe Feldbergblick, wo der Blick auf den Feldberg durch ein hochgewachsenes Wäldchen versperrt wurde, kamen wir rechtzeitig zum gemeinsamen Abendessen im schön gestalteten Hof des Hotels wieder zurück.

 

Montag, 25.07.

Der Vormittag galt einer Führung durch die schmucke Altstadt von Freiburg, während der wir auf unterhaltsame Weise einiges über Geschichte und Architektur der nicht nur bei Studenten beliebten Stadt erfuhren. Die für Freiburg typischen „Bächle“, kleine durch die Dreisam gespeiste Wasserkanäle, waren leider trocken, da der Fluss zu wenig Wasser führte. Es gab aber genug zu entdecken, nicht zuletzt die „kalte Sophie“, ein Sorbet aus badischem Wein, das in der Alten Wache neben dem Freiburger Münster angeboten wird.

 

Pünktlich zur Fahrerbesprechung am Nachmittag im Hotel traf auch Bernhard Schömann ein, der noch am Vortag in seinem +8 nach einer Islandreise von Dänemark nach München gefahren war, um nun an unserer Tour teilzunehmen – Hut ab!

Auf dem Weg zur Rennstrecke Anneau du Rhin konnten wir Dank der kräftigen Bewässerungsanlagen der Felder in Frankreich, die die Straßen nicht aussparten, Autos und Besatzung kurz „duschen“, was als Abkühlung durchaus willkommen war. In Anneau angekommen streikte bedauerlicherweise Karls +4 Clubsport und sprang trotz kräftig drehendem Anlasser nicht mehr an, so dass der spätere Rücktransport zum Hotel mit Matthias Trailer nötig war.

  

Der Rest der Fahrer einschließlich Frank Otten, der am Morgen in Osnabrück zu uns aufgebrochen war, sah sich überraschend mit einer 700 m längeren Variante der Strecke konfrontiert, bei der die Einfahrt zu einer Schikane nach einer langen Gerade in einer Reihe von Reifenstapeln quasi „gesucht“ werden musste. Kaltverformungen gab es gottlob nicht und der Fahrspaß war für alle groß, zumal wir schon lange nicht mehr gemeinsam auf einem Rundkurs waren. Zum nach dem Ausfall von Meppen ersten Lauf der Clubmeisterschaft gratulieren wir auf dem Treppchen:

1.      Manfred Möller

2.      Frank Otten

3.      Emanuel Ingenhoven   

 

Dienstag, 26.07.

Der Vormittag galt der Besichtigung der Hohkönigsburg, einer der Sehenswürdigkeiten Elsass-Lothringens. Die in fast 800 m Höhe errichtete Burg geht in ihren Ursprüngen auf das 12. Jahrhundert zurück, wurde mehrfach zerstört und schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts im Auftrag Kaiser Wilhelms II. restauriert. Nach einem kurzweiligen Rundgang, während dem uns inmitten einer mit Hellebarden an den Wänden dekorierten Halle von unserem Führer ein mittelalterlicher Bänkelgesang geboten wurde, fuhren wir wieder auf kurvenreichen Straßen in malerischer Umgebung nach Colmar. Dessen romantische Altstadt mit blumengeschmückten Fachwerkhäusern wurde individuell ausführlich erkundet.

  

Mittwoch, 27.07.

Mit 211 km der fahraktivste Ausflug führte wieder auf gut ausgebauten, landschaftlich interessanten Straßen durch den Schwarzwald, unterbrochen durch eine Mittagsrast in der Brauerei Rothaus, wo das überregional bekannte Tannenzäpfle-Pils gebraut wird.

Zur dann folgenden Besichtigung des Todtnauer Wasserfalls musste ein „alpiner“ Pfad bezwungen werden, eine Herausforderung insbesondere für Träger von profillosem sommerlichen Schuhwerks.

Ein Besuch der autofreien (!) mittelalterlichen Altstadt von Staufen inklusive der Aufnahme diverser Eisspezialitäten und Kaltgetränken rundete die Ausfahrt schließlich ab.

  

Donnerstag, 28.07.

Der Besuch des National Museums Collection Schlumpf in Mulhouse ist ein absolutes „must“ für alle, die sich für die Geschichte des Automobils begeistern. So wurde der Vormittag der Besichtigung dieser außergewöhnlichen und weltweit größten Sammlung wertvoller Fahrzeuge, insbesondere Bugattis einschließlich zweier Bugatti Royale gewidmet.

Die beeindruckende Zeitreise konnte anschließend in unseren Moggies aktiv fortgesetzt werden, es ging über die durch die Vogesen führende Route des Cretes mit diversen Passstraßen zur Mittagspause auf der Terrasse der Ferme Auberge du Grand Ballon.

 

Nach einem weiteren Zwischenstopp in Munster, wo wir statt des dort produzierten aromatischen Käses mal wieder Eis und gekühlte Getränke zu uns nahmen, kamen wir pünktlich zum abschließenden Grillabend im Hotel wieder an. Hier wurden in gemütlicher Runde auch schon Pläne für die nächste Saison geschmiedet, zumal mit Matthias Wilke auch der Vorstand Sport des MCD am Tisch saß.

  

Freitag, 29.07.

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen, verbunden mit der Vorfreude auf das nächste Event in Mettet im September.

Schön war´s, die Woche verging wie im Fluge, so die einhellige Meinung – den Vorstand freut es, steht und fällt eine Clubreise doch mit den Teilnehmern! Danke dafür!

 

Thomas